Quelle Collage: Danny Gießner
Quelle Collage: Danny Gießner

Tagebuch Neugestaltung Historisches Museum

Unser stadthistorisches Museum wird völlig neu- und umgestaltet! Hier im Tagebuch möchten wir in loser Folge über einzelne Meilensteine, Stationen, Eindrücke berichten – freuen Sie sich mit uns über den Fortschritt und schauen Sie gerne regelmäßig rein!

Kontaktieren Sie uns gern, falls Sie die Umgestaltung finanziell oder mit Sachleistungen unterstützen möchten. Vielen Dank!

Fortschritt der Umgestaltung:

Konzeptionsphase ✔️ | Umsetzungsphase
40%

Bisherige Einträge, sortiert absteigend nach neuestem Datum:

24. September 2026

Entgnomen des Speichers im Hochschloß

Über 50 Jahre lang hatten die Mieter:innen des Hochschlosses Zeit, Aussortiertes auf dem Speicher zu deponieren. Um 8 Uhr an diesem Montagmorgen kamen Mitarbeiter:innen der Mülheimer Firma Clausen und entgnomten den Speicher. Aufbewahrt werden hier auch die Ausgrabungsfunde von Prof. Binding, Prof. Günter und der Grabungsgruppe um Bernd Brinkmann. Das sind hauptsächlich Dutzende von Holzkisten mit dokumentierten Scherben, die der LVR nicht alle in seinem Archiv unterbringen konnte. Dazu kommen die Funde aus der Gruft der Familie von Wilhelm Wirich von Daun Falkenstein. Diese Schätze sind jetzt wieder geordnet zugänglich.
Kisten voller Elektroschrott, alte Plakate, alte Kopien, Vitrinen aus der Ausstellung 1992, alte Tische der VHS, Beschilderungen… etc. wanderten mühevoll treppab über die Wendeltreppe des Hochschlosses auf einen Anhänger zur Entsorgung bei der MEG. So sah der Speicher vorher aus…

Der Speicher vorher. (Foto: Ursula Hilberath)
Der Speicher vorher. (Foto: Ursula Hilberath)

…und so um 16:30 Uhr. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes erleichtert.

Der Speicher nachher. (Foto: Ursula Hilberath)
Der Speicher nachher. (Foto: Ursula Hilberath)

25. August 2026

Ausblick

Zum Thema Gestaltung des Museums war dieses das letzte Treffen. Wir versammelten uns im Stadtarchiv, auch wegen der guten technischen Ausstattung des Raumes konnten wir die Zusammenfassung des nun fertigen Gestaltungskonzepts durch die Firma Verb mit Freude betrachten. Es fehlen jetzt noch die Texte und manches Exponat.

Viel Lob gab es auch von denjenigen, die an vorherigen Sitzungen nicht teilnehmen konnten und beeindruckt waren von den Ergebnissen unserer Zusammenarbeit.
Wir konstatierten einhellig, dass wir erstaunlich harmonisch, humorvoll und konstruktiv kooperiert und die Dinge zügig vorangebracht haben. Zufrieden beendeten wir die Sitzung nach 4 Stunden.

Im Anschluss waren wir mit der Mülheimer Schreinerei Schaff und der Mülheimer Schlosserei Butenberg für Kostenvoranschläge im Schloßmuseum verabredet.
Es wurde ausgemessen, diskutiert, Befestigungsmöglichkeiten und Materialien ausgelotet.

Von links nach rechts: Benjamin Schaff, Lothar Schaff und Ludger Butenberg. (Foto: Ursula Hilberath)
Von links nach rechts: Benjamin Schaff, Lothar Schaff und Ludger Butenberg. (Foto: Ursula Hilberath)

3. August 2026

Sprach- und Filmaufnahmen im Museum.

Für eine Audiostation in der neuen Ausstellung beschrieb Dr. Jörg Schmitz, Kunsthistoriker und Experte für die Geschichte von Schloß Broich und der Stadt Mülheim die Broich-Mülheimer Stadtansicht des Lithografen Georg Müller um 1850. Dr. Schmitz wüdigte druckreif und ohne Manuskript die Details der Darstellung als einen historischen Moment, in dem Mülheim durch die Brücke zusammengewachsen ist und damit die Grundlagen zur Großstadtwerdung gelegt sind.

Jochen Renz, Dr. Jörg Schmitz, Susanne Belau (Foto: Ursula Hilberath)
Jochen Renz, Dr. Jörg Schmitz, Susanne Belau (Foto: Ursula Hilberath)

Im Anschluss wurden Filmaufnahmen für die Waffenkammer gemacht, Daniel Heumann (siehe 30. Mai) führte die Handhabung der ausgewählten Waffen vor.  Bei 38’C im Innenhof des Schloßes musste er in seiner modernen „Ritterrüstung“ viele Wiederholungen ertragen und die schweren Waffen mehrfach durch die Luft schwingen. Wir freuten uns, dass er das gesund und ohne Sonnenstich überstanden hat.

Nach einer kleinen Pause hat Daniel Heumann noch für den Film in der Waffenkammer die berühmte Schlacht in Mülheim von 1605 geschildert.

Daniel Heumann (Foto: Ursula Hilberath)
Daniel Heumann (Foto: Ursula Hilberath)

14. Juli 2026

Sprachaufnahme für den Film über den Tod Carl Alexanders.

Durch viele literarische Veranstaltungen des Saarner Bücherfrühlings hochgeschätzt war die Mülheimer Schauspielerin Katja Heinrich unsere erste Wahl bei der Besetzung der Stimme für den Film über den Tod Carl Alexanders. Die Tonaufnahme fand in einem Essener Tonstudio statt. Der Text musste synchron zum fertigen Film eingesprochen werden. Katja Heinrich beeindruckte uns durch ihren Perfektionismus. Wir freuten uns alle über das tolle Ergebnis.

(Foto: Ursula Hilberath) Nach getaner Arbeit, alle fröhlich, von links nach rechts: Susanne Belau (Verb), Thomas Reese (studio b media), Jochen Renz (Motionsdesigner und Filmautor), Schauspielerin Katja Heinrich, Ursula Hilberath. Im Hintergrund auf dem Bildschirm: Carl Alexander von Daun-Falkenstein
(Foto: Ursula Hilberath) Nach getaner Arbeit, alle fröhlich, von links nach rechts: Susanne Belau (Verb), Thomas Reese (studio b media), Jochen Renz (Motionsdesigner und Filmautor), Schauspielerin Katja Heinrich, Ursula Hilberath. Im Hintergrund auf dem Bildschirm: Carl Alexander von Daun-Falkenstein

26. Juni 2026

Schulterblick 4

Die Foyergestaltung wurde konkretisiert und unsere Wünsche an die Funktionen des Empfangsbereich umgesetzt.

Damit die Zeit des Burg- und frühen Schloßbaus anschaulich wird, sollen Original-Baumaterialien der Zeit in Raum 1 gezeigt werden: Schieferplatten vom Dach, ein Stück Sandstein, Nägel, die Scheibe eines Balkens aus dem Niederschloss und Sand bzw. Mörtel.

Neben der Klärung vieler Details in verschiedenen Ausstellungsräumen wurde der Workshopraum („Museumspädagogik“) in den Mittelpunkt gestellt. Er ist nicht groß, aber er wird großartig (wie alles andere auch!)

Im zukünftigen Workshopraum: von links nach rechts: Jochen Renz, Anke Asfur, Susanne Belau, Beate Fischer, Ulrich Allkemper, Anika Auer, Beate Lepper. (Foto: Ursula Hilberath)
Im zukünftigen Workshopraum: von links nach rechts: Jochen Renz, Anke Asfur, Susanne Belau, Beate Fischer, Ulrich Allkemper, Anika Auer, Beate Lepper. (Foto: Ursula Hilberath)

22. Juni 2026

Anfertigung von Reproduktionen der Gemälde, Drucke und Fotografien.

Der Fotokonservator und -restaurator Dipl. Ing. Klaus Pollmeier, der unter anderem schon für das Folkwang Museum in Essen, für das historische Krupp Archiv, das MoMa in New York, und viele andere bedeutende Institutionen gearbeitet hat, hat aufgrund alter (Schul- und Ruder-) Freundschaft einen ganzen Tag lang ehrenamtlich unsere Exponate digital reproduziert, damit wir sie in der neuen Ausstellung auch in Filmen und Medienstationen präsentieren können.

Foto:Ursula Hilberath
Foto:Ursula Hilberath

30. Mai 2026

Auswahl der Waffen für die „Waffenkammer“.

Als Experten für die Waffen in der Ausstellung konnten wir Daniel Heumann gewinnen, der schon mehrmals in den letzten Jahren Erlebnisführungen mit historischen Waffen im Museum veranstaltet hat. Daniel Heumann betreibt seit 2012 historisches Fechten. Bis 2019 war er Vizepräsident des DDHF (deutscher Dachverband historischer Fechter) und bis zum letzten Jahr Trainer bei Tremonia – historisches Fechten Dortmund e. V.  Da wir in der Ausstellung die Waffen erlebbar machen möchten, wollen wir uns auf einige beispielhafte Exemplare unserer Sammlung beschränken. Dieser Morgen diente dazu, dreizehn exemplarische Waffen für die „Waffenkammer“ auszuwählen.

Foto:Ursula Hilberath
Foto:Ursula Hilberath

18. Mai 2026

Schulterblick 3

Beate Lepper, ehemalige Denkmalpflegerin bei der Stadt Gelsenkirchen und Mitglied des
Geschichtsvereins Mülheim an der Ruhr, unterstützt ab jetzt das Museumsprojekt mit ihrer
Expertise.
Zentrales Thema für die Ausstellung waren die Anforderungen an das Foyer: Empfang, Thekenbereich, Virtrinen für den Museumsshop, Garderobe…und ein Monitor für Ausstellungsinformationen. Zudem wurden einzelne Exponate noch einmal zugeordnet.
Der Film über die Zeitreise von der Archäologie bis zur Rettung Schloß Broich wurde besprochen.

21. April 2026

Schulterblick 2

Für den Schulterblick 2 trafen wir uns im Stadtarchiv. Im Mittelpunkt stand der „Raum 6“, das ist der große Saal im 2. OG. Dort soll das Leben auf Schloß Broich, der barocke Neubau durch Wilhelm Wirich, die Gartenanlage, das „Leben auf dem Schloß“, Aspekte von Herrschaft, Religion und die Vernetzung in Europa gezeigt werden.
Zudem besprachen wir die Themen der Filme in der Ausstellung. Es wird einen Film zu den Waffen des 80jährigen Krieges geben, von denen einige im Besitz des Museums sind. Darüberhinaus sind geplant: ein Film zur „Schlossrettung“ und eine Chronologie „Gang durch die Zeiten“. Diese produziert im Auftrag der Firma Verb Jochen Renz aus Köln.

von links nach rechts: Beate Lepper, Jochen Renz, Ulrich Allkemper, Susanne Belau, Anke Asfur, Anika Auer, Stefan Pätzold Foto: Beate Fischer (deshalb nicht zu sehen)
von links nach rechts: Beate Lepper, Jochen Renz, Ulrich Allkemper, Susanne Belau, Anke Asfur, Anika Auer, Stefan Pätzold Foto: Beate Fischer (deshalb nicht zu sehen)

8. April 2026

Treffen in der FH Köln, wo zur Zeit der Wamsärmel von Carl Alexander erforscht wird

Anke Asfur und Susanne Belau trafen sich mit Frau Prof. Nicole Reifarth in der Abteilung „Textilien und archäologische Fasern“ der TH, zusammen mit der Masterstudentin Helene Schönbach, die den Wamsärmel erforscht und mit der Restauratorin des Wamsärmels von 2008/2025, Ulrike Reichert. Es ging um die technischen und konservatorischen Bedingungen der Vitrine für den Wamsärmel in der neuen Ausstellung.

2. von links: Helene Schönbach, Anke Asfur, Ulrike Reichert
2. von links: Helene Schönbach, Anke Asfur, Ulrike Reichert

6. März 2026

Schulterblick Nr. 1

Die Firma Verb stellt ihr Farbkonzept vor und erste Inszenierungsideen, wie und wo sie Informationen vermitteln will, wie sie Blickfänge im Raum verteilen möchte, zu welchen Themen Filme geplant sind und wo Medienstationen die Inhalte vermitteln sollen. Wir fragen, diskutieren, bringen Ideen ein und freuen uns schließlich über die gemeinsamen Entscheidungen. Wieder sind wir einen wichtigen Schritt vorangekommen.

15. Januar 2026

Kick-Off mit der Firma Verb im Schloß Broich.

Themen für den Start in unser Projekt waren: die Sichtung der gestalterisch-konzeptionellen Grundidee auf Basis der Wettbewerbspräsentation, es folgten eine gemeinsame Begehung der Räume, Überlegungen zur Verteilung der Themen in die jeweiligen Räume auf Basis des vorliegenden inhaltlichen Konzepts und die Benennung der zwei wichtigsten Ankerexponate je Raum.
Zum Schluss wurde der Zeitplan für das erste Quartal 2026 festgelegt, einschließlich einer Jahresübersicht für das Projekt und Terminabsprachen.
Eingeladen waren alle, die mit dem Museumsprojekt langfristig befasst sein werden:

Quelle: Jochen Renz
von links nach rechts: Sven Rieger, Rechnungsführer des Geschichtsvereins, Susanne Belau vom Gestaltungsbüro Verb, Birte Mevissen, Schriftführerin des Geschichtsvereins, Anke Asfur, Kuratorin, Fa., Zeitkontext, Beate Fischer, 2. Vorsitzende und Dr. Ursula Hilberath 1. Vorsitzende des Geschichtsvereins, Dagmar Mühlenfeld, Expertin, Dr. Susanne Sommer, Expertin, Dr. Hanna Hinrichs, Leiterin des Mülheimer Kulturbetriebs, Anika Auer, Expertin, Ulrich Allkemper, Fa. Verb, Dr. Stefan Pätzold Stadtarchivar Mülheim. Quelle: Jochen Renz

2. November 2025

Wir haben uns für die Firma Verb aus Essen entschieden. Der Vertrag wird von Frau Belau von der Fa. Verb und vom Vorstand unterzeichnet.

Wir dürfen aber erst 2026 mit der Umsetzung beginnen.

Quelle: Ursula Hilberath
In der Mitte: Susanne Belau von der Firma Verb beim Vertragsunterzeichnen, der Vorstand des Geschichtsvereins Ursula Hilberath, Sven Rieger, Birte Mevissen, Beate Fischer. Wir sind glücklich: wieder eine Riesenschritt bewältigt. Quelle: Ursula Hilberath

8. Oktober 2025

Der Bewilligungsbescheid der Förderung durch die Regionale Kulturförderung des Landschaftsverbands Rheinland für das Förderjahr 2026 liegt vor.

Und wir können alles in die Wege leiten für die Museumsneukonzeption mit Beginn des Jahres 2026!

6. Oktober 2025

Vier Gestaltungsbüros stellen ihre Konzepte vor.

Wir müssen uns entscheiden.

30. September 2025

Die beantragten Fördermittel wurden von der NRW-Stiftung genehmigt.

NRW-Stiftungs-Vorstandsmitglied Karl Peter Brendel besucht uns zur Übergabe und mit einem Pressetermin im Schloß.

Quelle: Friederike Scholz, MST
Von links nach rechts: 2. Vorsitzende des Geschichtsvereins Beate Fischer, Thomas Emons Mitglied und Redaktion des Geschichtsvereins, 1. Vorsitzende Dr. Ursula Hilberath, Vorstand der NRW-Stiftung Karl Peter Brendel und Franz Verhaag, Mitglied, Schloßgeist, Teilzeit-Ritter und Website-Experte. Quelle: Friederike Scholz, MST

24. Januar 2025

 Das Feinkonzept von Anke Asfur, Firma Zeitkontext, für das neue Museum ist fertig,

die Förderanträge für die Neugestaltung des Museums können auf dieser Basis gestellt werden. Die von uns beauftrage Historikerin wird als Kuratorin für die neue Ausstellung wirken. Die Exponate stehen fest, und dank unserer „fünf Museumslabore“ sind die Ausstellungsthemen vertieft worden und ein schlüssiges Raumkonzept entstanden.

20. August 2024

Die Sparkassenstiftung Mülheim übergibt eine Spende…

…im Rahmen ihres 25jährigen Bestehens.

Bei der Spendenübergabe auf Schloss Broich bedankte sich die Vorsitzende des Geschichtsvereins, Dr. Ursula Hilberath, (rechts) beim Sparkassenchef Martin Weck (3. von rechts), für die Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit des Geschichtsvereins, die mit dieser großzügigen Spende verbunden ist. Das Geld soll unter anderem in die Modernisierung des vom Geschichtsverein betreuten Museums im Broicher Hochschloss fließen.
Die Spende bildet die Grundlage für die weiteren Förderanträge, weil wir damit den erforderlichen Eigenanteil nachweisen können.

Der gesamte Vorstand bedankt sich für die Spende der Sparkasse Mülheim!

Quelle: Sparkasse Mülheim
Quelle: Sparkasse Mülheim

Texte und Fotos soweit nicht anders angegeben von:

Ursula Hilberath, Beate Fischer

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