Tagebuch Neugestaltung Historisches Museum
Unser stadthistorisches Museum wird völlig neu- und umgestaltet! Hier im Tagebuch möchten wir in loser Folge über einzelne Meilensteine, Stationen, Eindrücke berichten – freuen Sie sich mit uns über den Fortschritt und schauen Sie gerne regelmäßig rein!
Kontaktieren Sie uns gern, falls Sie die Umgestaltung finanziell oder mit Sachleistungen unterstützen möchten. Vielen Dank!
Fortschritt der Umgestaltung:
Bisherige Einträge, sortiert absteigend nach neuestem Datum:
24. September 2026
Entgnomen des Speichers im Hochschloß
Über 50 Jahre lang hatten die Mieter:innen des Hochschlosses Zeit, Aussortiertes auf dem Speicher zu deponieren. Um 8 Uhr an diesem Montagmorgen kamen Mitarbeiter:innen der Mülheimer Firma Clausen und entgnomten den Speicher. Aufbewahrt werden hier auch die Ausgrabungsfunde von Prof. Binding, Prof. Günter und der Grabungsgruppe um Bernd Brinkmann. Das sind hauptsächlich Dutzende von Holzkisten mit dokumentierten Scherben, die der LVR nicht alle in seinem Archiv unterbringen konnte. Dazu kommen die Funde aus der Gruft der Familie von Wilhelm Wirich von Daun Falkenstein. Diese Schätze sind jetzt wieder geordnet zugänglich.
Kisten voller Elektroschrott, alte Plakate, alte Kopien, Vitrinen aus der Ausstellung 1992, alte Tische der VHS, Beschilderungen… etc. wanderten mühevoll treppab über die Wendeltreppe des Hochschlosses auf einen Anhänger zur Entsorgung bei der MEG. So sah der Speicher vorher aus…
…und so um 16:30 Uhr. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes erleichtert.
25. August 2026
Ausblick
Zum Thema Gestaltung des Museums war dieses das letzte Treffen. Wir versammelten uns im Stadtarchiv, auch wegen der guten technischen Ausstattung des Raumes konnten wir die Zusammenfassung des nun fertigen Gestaltungskonzepts durch die Firma Verb mit Freude betrachten. Es fehlen jetzt noch die Texte und manches Exponat.
Viel Lob gab es auch von denjenigen, die an vorherigen Sitzungen nicht teilnehmen konnten und beeindruckt waren von den Ergebnissen unserer Zusammenarbeit.
Wir konstatierten einhellig, dass wir erstaunlich harmonisch, humorvoll und konstruktiv kooperiert und die Dinge zügig vorangebracht haben. Zufrieden beendeten wir die Sitzung nach 4 Stunden.
Im Anschluss waren wir mit der Mülheimer Schreinerei Schaff und der Mülheimer Schlosserei Butenberg für Kostenvoranschläge im Schloßmuseum verabredet.
Es wurde ausgemessen, diskutiert, Befestigungsmöglichkeiten und Materialien ausgelotet.
3. August 2026
Sprach- und Filmaufnahmen im Museum.
Für eine Audiostation in der neuen Ausstellung beschrieb Dr. Jörg Schmitz, Kunsthistoriker und Experte für die Geschichte von Schloß Broich und der Stadt Mülheim die Broich-Mülheimer Stadtansicht des Lithografen Georg Müller um 1850. Dr. Schmitz wüdigte druckreif und ohne Manuskript die Details der Darstellung als einen historischen Moment, in dem Mülheim durch die Brücke zusammengewachsen ist und damit die Grundlagen zur Großstadtwerdung gelegt sind.
Im Anschluss wurden Filmaufnahmen für die Waffenkammer gemacht, Daniel Heumann (siehe 30. Mai) führte die Handhabung der ausgewählten Waffen vor. Bei 38’C im Innenhof des Schloßes musste er in seiner modernen „Ritterrüstung“ viele Wiederholungen ertragen und die schweren Waffen mehrfach durch die Luft schwingen. Wir freuten uns, dass er das gesund und ohne Sonnenstich überstanden hat.
Nach einer kleinen Pause hat Daniel Heumann noch für den Film in der Waffenkammer die berühmte Schlacht in Mülheim von 1605 geschildert.
14. Juli 2026
Sprachaufnahme für den Film über den Tod Carl Alexanders.
Durch viele literarische Veranstaltungen des Saarner Bücherfrühlings hochgeschätzt war die Mülheimer Schauspielerin Katja Heinrich unsere erste Wahl bei der Besetzung der Stimme für den Film über den Tod Carl Alexanders. Die Tonaufnahme fand in einem Essener Tonstudio statt. Der Text musste synchron zum fertigen Film eingesprochen werden. Katja Heinrich beeindruckte uns durch ihren Perfektionismus. Wir freuten uns alle über das tolle Ergebnis.
26. Juni 2026
Schulterblick 4
Die Foyergestaltung wurde konkretisiert und unsere Wünsche an die Funktionen des Empfangsbereich umgesetzt.
Damit die Zeit des Burg- und frühen Schloßbaus anschaulich wird, sollen Original-Baumaterialien der Zeit in Raum 1 gezeigt werden: Schieferplatten vom Dach, ein Stück Sandstein, Nägel, die Scheibe eines Balkens aus dem Niederschloss und Sand bzw. Mörtel.
Neben der Klärung vieler Details in verschiedenen Ausstellungsräumen wurde der Workshopraum („Museumspädagogik“) in den Mittelpunkt gestellt. Er ist nicht groß, aber er wird großartig (wie alles andere auch!)
22. Juni 2026
Anfertigung von Reproduktionen der Gemälde, Drucke und Fotografien.
Der Fotokonservator und -restaurator Dipl. Ing. Klaus Pollmeier, der unter anderem schon für das Folkwang Museum in Essen, für das historische Krupp Archiv, das MoMa in New York, und viele andere bedeutende Institutionen gearbeitet hat, hat aufgrund alter (Schul- und Ruder-) Freundschaft einen ganzen Tag lang ehrenamtlich unsere Exponate digital reproduziert, damit wir sie in der neuen Ausstellung auch in Filmen und Medienstationen präsentieren können.
30. Mai 2026
Auswahl der Waffen für die „Waffenkammer“.
Als Experten für die Waffen in der Ausstellung konnten wir Daniel Heumann gewinnen, der schon mehrmals in den letzten Jahren Erlebnisführungen mit historischen Waffen im Museum veranstaltet hat. Daniel Heumann betreibt seit 2012 historisches Fechten. Bis 2019 war er Vizepräsident des DDHF (deutscher Dachverband historischer Fechter) und bis zum letzten Jahr Trainer bei Tremonia – historisches Fechten Dortmund e. V. Da wir in der Ausstellung die Waffen erlebbar machen möchten, wollen wir uns auf einige beispielhafte Exemplare unserer Sammlung beschränken. Dieser Morgen diente dazu, dreizehn exemplarische Waffen für die „Waffenkammer“ auszuwählen.
18. Mai 2026
Schulterblick 3
Beate Lepper, ehemalige Denkmalpflegerin bei der Stadt Gelsenkirchen und Mitglied des
Geschichtsvereins Mülheim an der Ruhr, unterstützt ab jetzt das Museumsprojekt mit ihrer
Expertise.
Zentrales Thema für die Ausstellung waren die Anforderungen an das Foyer: Empfang, Thekenbereich, Virtrinen für den Museumsshop, Garderobe…und ein Monitor für Ausstellungsinformationen. Zudem wurden einzelne Exponate noch einmal zugeordnet.
Der Film über die Zeitreise von der Archäologie bis zur Rettung Schloß Broich wurde besprochen.
21. April 2026
Schulterblick 2
Für den Schulterblick 2 trafen wir uns im Stadtarchiv. Im Mittelpunkt stand der „Raum 6“, das ist der große Saal im 2. OG. Dort soll das Leben auf Schloß Broich, der barocke Neubau durch Wilhelm Wirich, die Gartenanlage, das „Leben auf dem Schloß“, Aspekte von Herrschaft, Religion und die Vernetzung in Europa gezeigt werden.
Zudem besprachen wir die Themen der Filme in der Ausstellung. Es wird einen Film zu den Waffen des 80jährigen Krieges geben, von denen einige im Besitz des Museums sind. Darüberhinaus sind geplant: ein Film zur „Schlossrettung“ und eine Chronologie „Gang durch die Zeiten“. Diese produziert im Auftrag der Firma Verb Jochen Renz aus Köln.
8. April 2026
Treffen in der FH Köln, wo zur Zeit der Wamsärmel von Carl Alexander erforscht wird
Anke Asfur und Susanne Belau trafen sich mit Frau Prof. Nicole Reifarth in der Abteilung „Textilien und archäologische Fasern“ der TH, zusammen mit der Masterstudentin Helene Schönbach, die den Wamsärmel erforscht und mit der Restauratorin des Wamsärmels von 2008/2025, Ulrike Reichert. Es ging um die technischen und konservatorischen Bedingungen der Vitrine für den Wamsärmel in der neuen Ausstellung.
6. März 2026
Schulterblick Nr. 1
Die Firma Verb stellt ihr Farbkonzept vor und erste Inszenierungsideen, wie und wo sie Informationen vermitteln will, wie sie Blickfänge im Raum verteilen möchte, zu welchen Themen Filme geplant sind und wo Medienstationen die Inhalte vermitteln sollen. Wir fragen, diskutieren, bringen Ideen ein und freuen uns schließlich über die gemeinsamen Entscheidungen. Wieder sind wir einen wichtigen Schritt vorangekommen.
15. Januar 2026
Kick-Off mit der Firma Verb im Schloß Broich.
Themen für den Start in unser Projekt waren: die Sichtung der gestalterisch-konzeptionellen Grundidee auf Basis der Wettbewerbspräsentation, es folgten eine gemeinsame Begehung der Räume, Überlegungen zur Verteilung der Themen in die jeweiligen Räume auf Basis des vorliegenden inhaltlichen Konzepts und die Benennung der zwei wichtigsten Ankerexponate je Raum.
Zum Schluss wurde der Zeitplan für das erste Quartal 2026 festgelegt, einschließlich einer Jahresübersicht für das Projekt und Terminabsprachen.
Eingeladen waren alle, die mit dem Museumsprojekt langfristig befasst sein werden:
2. November 2025
Wir haben uns für die Firma Verb aus Essen entschieden. Der Vertrag wird von Frau Belau von der Fa. Verb und vom Vorstand unterzeichnet.
Wir dürfen aber erst 2026 mit der Umsetzung beginnen.
8. Oktober 2025
Der Bewilligungsbescheid der Förderung durch die Regionale Kulturförderung des Landschaftsverbands Rheinland für das Förderjahr 2026 liegt vor.
Und wir können alles in die Wege leiten für die Museumsneukonzeption mit Beginn des Jahres 2026!
6. Oktober 2025
Vier Gestaltungsbüros stellen ihre Konzepte vor.
Wir müssen uns entscheiden.
30. September 2025
Die beantragten Fördermittel wurden von der NRW-Stiftung genehmigt.
NRW-Stiftungs-Vorstandsmitglied Karl Peter Brendel besucht uns zur Übergabe und mit einem Pressetermin im Schloß.
24. Januar 2025
Das Feinkonzept von Anke Asfur, Firma Zeitkontext, für das neue Museum ist fertig,
die Förderanträge für die Neugestaltung des Museums können auf dieser Basis gestellt werden. Die von uns beauftrage Historikerin wird als Kuratorin für die neue Ausstellung wirken. Die Exponate stehen fest, und dank unserer „fünf Museumslabore“ sind die Ausstellungsthemen vertieft worden und ein schlüssiges Raumkonzept entstanden.
20. August 2024
Die Sparkassenstiftung Mülheim übergibt eine Spende…
…im Rahmen ihres 25jährigen Bestehens.
Bei der Spendenübergabe auf Schloss Broich bedankte sich die Vorsitzende des Geschichtsvereins, Dr. Ursula Hilberath, (rechts) beim Sparkassenchef Martin Weck (3. von rechts), für die Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit des Geschichtsvereins, die mit dieser großzügigen Spende verbunden ist. Das Geld soll unter anderem in die Modernisierung des vom Geschichtsverein betreuten Museums im Broicher Hochschloss fließen.
Die Spende bildet die Grundlage für die weiteren Förderanträge, weil wir damit den erforderlichen Eigenanteil nachweisen können.
Der gesamte Vorstand bedankt sich für die Spende der Sparkasse Mülheim!
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