Lingenstraße*

Heißen

Hans und Gisela Lingen, Gründerehepaar der Firma Weerulin

 

Die Lingenstraße ist eine Stichstraße von der Dessauer Straße abgehend im Gewerbegebiet der ehem. Zeche Rosenblumendelle im Ortsteil Heißen. Sie wurde am 26.04.2007 nach dem Ehepaar Hans und Gisela Lingen, den Gründern der Firma Weerulin benannt.

Gisela Lingens Vater war Industrie-Vertreter und gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Hans betrieb er in den Aufbaujahren nach dem Kriege einen Handel mit feuerfesten Materialien für die Stahlindustrie. In der Familie befanden sich auch weitere Rezepturen für ff-Material, die in den 60-er Jahren des vorigen Jahrhunderts genutzt wurden, um eine eigene Produktion auf dem Gelände der ehem. Zeche Humboldt aufzubauen. 1969 musste dieser Standort aufgegeben werden, da das Rhein-Ruhr-Zentrum gebaut werden sollte. Lingen verlegte den Betrieb in eine alte zugige Lok-Halle der ehem. Zeche Rosenblumendelle. Diese Halle – umgebaut und modernisiert – wird noch heute zur Produktion genutzt.

Der Familienbetrieb wurde vom Schwiegersohn Joachim Fechner bis 1991 und danach von seinen Söhnen geführt. Hans Lingen verstarb am 10. 3. 1979, einen Tag vor seinem 64. Geburtstag. Gisela Lingen starb im April 1996. Der Firmenname setzt sich übrigens aus den Gründernamen zusammen: WEER (für Weerpas) U (für und) LIN (für Lingen).

WEERULIN hat bis heute über 3.500 verschiedene Feuerfestrezepturen entwickelt. Die Rohstoffmischungen werden auf modernsten vollautomatischen Produktionsanlagen hergestellt. WEERULIN ist ein Familienunternehmen. Es wird in der dritten Generation von Robert und Richard Fechner geführt.

Zur Namensgebung der Straße erzählten  die beiden Enkel, dass die Lingenstraße ursprünglich nur eine Stichstraße zum Trafogelände des RWE war, die mal Pessauer-, mal Witzlebenstraße hieß, lange Zeit aber auch ohne Namen blieb.
Stand: 2023

Historie:

  • 26.04.2007 - Lingenstraße
Cookie Consent mit Real Cookie Banner