von: Beate Fischer
Zu Gast im Historisches Archiv Krupp
„Ich wünschte aber, dass nicht verloren gehen möge, was … noch vorhanden ist.“
— Alfred Krupp, 4. November 1871
Am 6. November 2025 öffneten sich für den Instagram-Account @geschichte_mhruhr die Türen zu einem besonderen Ort: dem Historischen Archiv Krupp auf dem Hügel. Die Einladung richtete sich an die digitale Geschichtsarbeit des Geschichtsvereins und wurde von zwei Mitgliedern stellvertretend wahrgenommen.
Schon beim Betreten des Archivs war spürbar, dass es sich um weit mehr als ein Depot handelt. Das Team des Archivs empfing uns mit großer Offenheit und nahm uns mit auf eine eindrucksvolle Reise durch die Geschichte der Familie Krupp und ihres Unternehmens. Auf rund 10.000 Regalmetern werden hier Dokumente, Briefe, Fotografien, Filme und Objekte bewahrt, die von der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart reichen.
Besonders eindrücklich war der Einblick in die Arbeit hinter den Kulissen: die Restaurierung empfindlicher Einzelstücke, konservatorische Maßnahmen, Digitalisierung und Mikroverfilmung ganzer Bestände. Mit großer Fachkenntnis und sichtbarer Begeisterung wurde uns vermittelt, wie viel Sorgfalt, Verantwortung und Leidenschaft nötig sind, um Geschichte nicht nur zu bewahren, sondern auch für kommende Generationen zugänglich zu machen.
Das Historische Archiv Krupp ist heute eine zentrale Anlaufstelle für Forschende aus dem In- und Ausland und eine unverzichtbare Quelle zur Industrie-, Sozial- und Unternehmensgeschichte des Ruhrgebiets.
Unser Besuch machte eindrucksvoll deutlich, wie sehr Archive vom Engagement der Menschen leben, die dort arbeiten.
Der Abend hat uns nachhaltig beeindruckt und gezeigt, wie wertvoll solche Einblicke auch für die digitale Geschichtsvermittlung sind. Eindrücke und kurze Einblicke aus dem Besuch sind auf Instagram @geschichte_mhruhr in einem Beitrag bzw. Reel zu finden. Fotos aus dem Abend ergänzen diesen Rückblick hier.
