Sankt Laurentius in Mintard

St. Laurentius, Mintard,
St. Laurentius, Mintard, Quelle: Stadtarchiv Mülheim

Autor: Johannes Paul Arand

 

Kirchengeschichte und Entwicklung der Baugestalt

Die Regenbirgische Urkunde ist ein wahrscheinlich um 1200 entstandenes Falsifikat eines frühmittelalterlichen Dokuments. Die angeblich aus dem Jahr 873 oder 874 stammende Urkunde befand sich bis 1965 im Bestand „Gerresheim“ des Landesarchivs Nordrhein-WestfalenAbteilung Rheinland Danach ist sie verschollen. Im Pfarrarchiv der Saarner Klosterkirche befindet sich eine alte Aufzeichnung in der es heißt:„(…) dass die Saarner Kirche im Jahre 1214 vom hl. Engelbert geweiht wurde“. Weiter ist zu lesen: „(…) und ist also die Kirche in Mintard 341 Jahre älter als die in Saarn“.
Bei dieser ersten Mintarder Kirche handelte es sich um eine Eigenkirche des Edelmannes Gerrich, zu dessen Besitz im 9. Jahrhundert auch Mintard gehörte. Dieser Gerrich schenkte die Kirche zusammen mit Grundbesitz dem von ihm gegründeten Stift Gerresheim. Diese Verbindung blieb bis zur Säkularisation des Klosters im Jahre 1803 bestehen und bestimmte immer wieder die Geschicke der Laurentiuskirche. Seit dem 11. Jahrhundert gehörte St. Laurentius über 800 Jahre lang zum Dekanat Düsseldorf. Als dieses im 19. Jahrhundert zu groß wurde und der Kölner Erzbischof Paulus Melchers am 23. November 1869 das Dekanat Ratingen errichtete, wurde Mintard diesem neuen Dekanat zugewiesen. Im Laufe der letzten 130 Jahre haben das alte Kirchspiel Mintard und die Pfarrgemeinde St. Laurentius zahlreiche Veränderungen ihrer Größe, Struktur und Organisation erlebt. Zuletzt wurde im Jahre 2005 der Pfarrverband Kettwig/Mintard mit den Gemeinden St. Peter und St. Matthias in Kettwig, St. Josef in Kettwig vor der Brücke und St. Laurentius in Mintard gegründet.
 
 
 
 
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